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SEO & GEO · KI-Suche · 08. Oktober 2026
Von Benjamin Mulamisini7 Min. Lesezeit

In ChatGPT gefunden werden: So empfiehlt KI lokale Betriebe

Wie entscheidet künstliche Intelligenz, welche Unternehmen sie empfiehlt? Erfahren Sie, wie Sie Ihre lokale Sichtbarkeit verbessern.

ChatGPT beantwortet die Frage nach einem Elektriker in Kempten und empfiehlt drei lokale Betriebe, gespeist aus Google, ChatGPT-Websuche, Perplexity und Bing Places
In diesem Artikel
  1. Woher die KI ihre Empfehlungen nimmt
  2. Ihr Google-Unternehmensprofil ist die wichtigste Quelle
  3. Überall dieselben Daten
  4. Ihre Website muss klare Antworten geben
  5. Die KI-Crawler nicht aussperren
  6. Erwähnungen auf anderen Seiten
  7. Was nicht hilft
  8. So testen Sie selbst, wo Sie stehen
  9. Fazit
  10. Häufige Fragen

„Welcher Elektriker in Kempten ist gut?“ Diese Frage tippen immer mehr Leute nicht mehr in Google, sondern in ChatGPT. Oder sie stellen sie Google, und ganz oben steht eine KI-Antwort, bevor überhaupt ein normales Suchergebnis kommt.

Für Sie als Betrieb heißt das: Es reicht nicht mehr, irgendwo auf Seite 1 zu stehen. Die KI nennt meistens nur zwei, drei Namen. Wer da nicht dabei ist, wird gar nicht erst gesehen.

Die gute Nachricht vorweg. Es gibt keinen Geheimtrick und keine spezielle KI-Optimierung, die man kaufen müsste. Wer die Grundlagen sauber macht, hat schon den größten Teil erledigt. Welche das sind, zeige ich Ihnen hier.

Woher die KI ihre Empfehlungen nimmt

ChatGPT, Perplexity und Google erfinden ihre Empfehlungen nicht. Wenn jemand nach einem Betrieb in seiner Nähe fragt, suchen sie im Internet und fassen zusammen, was sie dort finden. Das sieht man auch an den kleinen Quellen-Links unter vielen Antworten.

Je nach System läuft das etwas anders:

  • Google (KI-Übersicht und KI-Modus): Google nutzt den eigenen Suchindex und Ihr Google-Unternehmensprofil. Google schreibt selbst, dass es dafür keine zusätzlichen Anforderungen gibt. Wer normal in der Google-Suche auftaucht, kann auch in der KI-Antwort landen.
  • ChatGPT: Durchsucht das Web mit einem eigenen Crawler und arbeitet laut OpenAI teilweise mit anderen Suchanbietern zusammen. In der Hilfe wird dabei unter anderem Microsoft genannt. In der App zeigt ChatGPT bei lokalen Fragen teilweise auch eine Karte.
  • Perplexity: Sucht ebenfalls live im Web und zeigt die Quellen sehr offen an.

Daraus folgt etwas Wichtiges: Die KI kann nur empfehlen, was sie findet und versteht. Wenn über Ihren Betrieb im Netz wenig oder Widersprüchliches steht, nennt sie lieber jemand anderen.

1. Ihr Google-Unternehmensprofil ist die wichtigste Quelle

Für lokale Fragen führt kein Weg am Google-Unternehmensprofil vorbei. Google empfiehlt ausdrücklich, das Profil aktuell zu halten, auch mit Blick auf die KI-Funktionen.

Prüfen Sie diese Punkte:

  • Die richtige Hauptkategorie und passende Zusatzkategorien
  • Alle Leistungen einzeln eingetragen, nicht nur „Handwerk“
  • Öffnungszeiten, Telefonnummer und Website aktuell
  • Echte Fotos von Ihrem Betrieb, Ihrem Team und Ihren Arbeiten
  • Regelmäßig neue Bewertungen, und jede davon beantwortet

Gerade die Bewertungen sind für die KI wertvoll. Dort steht in den Worten Ihrer Kunden, wofür Sie gut sind. Schreibt jemand „schnell da gewesen, sauber gearbeitet, fairer Preis“, kann die KI das aufgreifen.

Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite zur Optimierung des Google-Unternehmensprofils.

2. Überall dieselben Daten

Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall exakt gleich sein: auf Ihrer Website, im Google-Profil, bei Gelbe Seiten, Das Örtliche, 11880, auf Bewertungsportalen und in Branchenverzeichnissen.

Klingt banal, ist aber einer der häufigsten Fehler. Steht im einen Verzeichnis noch die alte Adresse und im anderen eine andere Telefonnummer, ist sich die KI nicht sicher, welcher Eintrag stimmt. Und was unsicher ist, wird seltener empfohlen.

Ein kleiner Zusatztipp: Weil ChatGPT unter anderem mit Microsoft zusammenarbeitet, lohnt sich auch ein gepflegter Eintrag bei Bing Places. Der Eintrag ist kostenlos, und die Daten lassen sich aus dem Google-Profil übernehmen.

3. Ihre Website muss klare Antworten geben

Eine KI liest Ihre Website ähnlich wie ein neuer Kunde. Sie will schnell verstehen: Was macht dieser Betrieb, für wen, wo und zu welchem Preis?

Viele Websites scheitern genau daran. Da steht „Ihr kompetenter Partner für alle Fälle“, aber nicht, was der Betrieb eigentlich macht.

Weniger hilfreich

„Ihr kompetenter Partner für alle Fälle.“

Besser

„Elektroinstallationen, Wallbox-Montage und Elektroprüfungen in Kempten und Umgebung.“

Besser:

  • Eine eigene Seite pro Leistung. Nicht alles auf einer Seite „Leistungen“ zusammenwerfen.
  • Den Ort nennen. Wo sitzen Sie, welche Orte fahren Sie an?
  • Preise zeigen, zumindest als „ab“-Preis oder Spanne. Wer fragt „Was kostet eine Badsanierung in Sonthofen?“, bekommt eher den Betrieb genannt, der dazu eine Antwort hat.
  • Echte Kundenfragen beantworten. Die Fragen, die Sie jede Woche am Telefon hören, gehören als FAQ auf Ihre Website.
  • Sagen, was Sie nicht machen. Das wirkt ehrlich und hilft der KI, Sie richtig einzuordnen.

Ein technischer Punkt, den viele übersehen: Der Inhalt muss als echter Text im Quellcode stehen. Manche modernen Websites bauen ihren Inhalt erst per JavaScript im Browser zusammen. Für Suchmaschinen und KI-Crawler ist die Seite dann im schlimmsten Fall leer. Das prüfen wir bei jedem Projekt.

4. Die KI-Crawler nicht aussperren

ChatGPT kann Ihre Website nur in Suchergebnissen zeigen, wenn der Crawler von OpenAI sie lesen darf. OpenAI nennt das ausdrücklich als Voraussetzung. Manche Hosting-Anbieter, Sicherheits-Plugins oder Firewalls blockieren solche Bots, ohne dass der Betreiber davon weiß.

Lassen Sie einmal prüfen, ob Ihre robots.txt und Ihr Hosting die Crawler von Google, Bing, OpenAI und Perplexity durchlassen. Das dauert nicht lange und schließt eine ziemlich ärgerliche Fehlerquelle aus.

5. Erwähnungen auf anderen Seiten

Die KI verlässt sich nicht nur auf das, was Sie über sich selbst schreiben. Sie schaut auch, was andere über Sie sagen. Hilfreich sind:

  • Einträge in seriösen Branchenverzeichnissen und Bewertungsportalen
  • Berichte in der Lokalzeitung oder im Gemeindeblatt
  • Mitgliedschaft in Verbänden, Innungen oder der IHK, mit Eintrag auf deren Website
  • Links von Partnern, Lieferanten oder Vereinen, die Sie unterstützen

Finger weg von gekauften Linkpaketen. Die bringen nichts und landen meist auf Spam-Seiten, die Google ohnehin ignoriert.

Was nicht hilft

Rund um das Thema wird gerade viel verkauft. Ein paar Dinge können Sie sich sparen:

  • Spezielle „KI-Dateien“ oder neue Markups. Google schreibt selbst, dass man keine neuen maschinenlesbaren Dateien, KI-Textdateien oder Markups braucht, um in den KI-Funktionen zu erscheinen. Strukturierte Daten bleiben trotzdem sinnvoll, weil sie Google helfen, Ihre Seite zu verstehen. Sie sind nur kein Geheimschalter für die KI.
  • Massenhaft KI-generierte Texte. Hundert austauschbare Seiten bringen der KI keine neue Information. Eine gute Seite mit echten Preisen, Fotos und Antworten ist mehr wert.
  • Garantien. Niemand kann Ihnen garantieren, dass ChatGPT Sie nennt. Die Antworten ändern sich je nach Frage, Ort und Tag. Wer Ihnen das verspricht, verkauft Ihnen etwas.

So testen Sie selbst, wo Sie stehen

Machen Sie einen einfachen Test. Überlegen Sie sich fünf Fragen, die ein Kunde stellen würde, zum Beispiel:

  • „Wer ist ein guter [Ihr Gewerk] in [Ihr Ort]?“
  • „Was kostet [Ihre Leistung] in [Ihr Ort]?“
  • „[Ihr Gewerk] in der Nähe von [Ihr Ort] mit guten Bewertungen“

Stellen Sie diese Fragen in ChatGPT, Perplexity und Google. Notieren Sie, wer genannt wird und welche Quellen verlinkt sind. Wiederholen Sie das alle paar Wochen mit denselben Fragen.

So sehen Sie nicht nur, ob Sie auftauchen. Sie sehen auch, welche Seiten die KI für Ihre Branche heranzieht. Zitiert sie ein bestimmtes Verzeichnis oder Bewertungsportal, sollten Sie dort mit einem guten Eintrag vertreten sein.

Fazit

In ChatGPT und Googles KI-Antworten gefunden zu werden, ist kein eigenes Spiel mit neuen Regeln. Es ist gutes lokales SEO, konsequent umgesetzt: ein gepflegtes Google-Profil, überall dieselben Daten, eine Website mit klaren Antworten und ein paar echte Erwähnungen auf anderen Seiten.

Wer das ordentlich macht, ist für die normale Google-Suche und für die KI gleichzeitig gut aufgestellt.

Sie wollen wissen, wie Ihr Betrieb gerade dasteht? Wir prüfen Ihr Google-Profil, Ihre Website und die Antworten von ChatGPT und Google für Ihre wichtigsten Suchanfragen. Die Erstanalyse ist kostenlos. Mehr zu unserer Arbeit finden Sie auf der Seite SEO & GEO im Allgäu.

Kostenlose Erstanalyse anfragen

Häufige Fragen

Kann ich bezahlen, damit ChatGPT meinen Betrieb empfiehlt?

Nein. Die Empfehlungen in ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Antworten lassen sich nicht kaufen. Sie entstehen aus dem, was die Systeme im Internet über Ihren Betrieb finden.

Brauche ich eine eigene Optimierung für KI, zusätzlich zu SEO?

Größtenteils nicht. Google sagt selbst, dass für die KI-Übersicht und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gelten. Wer lokales SEO sauber umsetzt, deckt den größten Teil ab. Zusätzlich lohnt es sich zu prüfen, ob die Crawler von OpenAI und Perplexity Ihre Website lesen dürfen.

Wie lange dauert es, bis mein Betrieb in KI-Antworten auftaucht?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Änderungen am Google-Profil und an der Website wirken oft innerhalb einiger Wochen, Erwähnungen auf anderen Seiten brauchen länger. Eine feste Zusage kann seriös niemand geben.

Sehe ich in der Search Console, ob ich in der KI-Übersicht erscheine?

Klicks und Impressionen aus der KI-Übersicht und dem KI-Modus zählt Google in der Search Console zum normalen Leistungsbericht unter „Web“.

Hilft es, wenn ich meine Website mit KI-Texten fülle?

Eher nicht. Austauschbare Texte bieten der KI keine neue Information. Echte Preise, eigene Fotos, Antworten auf Kundenfragen und konkrete Angaben zu Ihrem Einsatzgebiet helfen deutlich mehr.

Nächster Schritt

Machen wir daraus
ein echtes Projekt.

Nach 30 Minuten wissen Sie, was wir bauen würden und was es kostet. Wenn wir nicht die Richtigen sind, sagen wir Ihnen das auch.